Apfel gegen Alkoholkater

Nein, den Doktor kann er nicht ersetzen - aber er kann ihn gewaltig entlasten: Unser guter alter Apfel. Er ist eben nicht nur eine Lebensmittel, sonder auch eine Naturmedizin gegen viele Gesundheitsprobleme. Der Apfel gehört seit Jahrtausenden zu unseren Kulturpflanzen. Er wurde eingelagert, diente früher bis spät in den Winter hinein als Vitaminspender, dessen Lagerung eine Kunst war. Aus Äpfeln wurde schon im Mittelalter Apfelsaft gemacht und natürlich hat man auch erkannt, daß er durch Gärung in Apfelmost oder Apfelwein verwandelt werden kann. Im Grunde sollte man darauf achten, daß wirklich jedermann - ob Kind oder Erwachsener - am Tag einen Apfel isst. Wenn Sie Äpfel einkaufen dann achten Sie darauf, daß diese nicht in der prallen Sonne gelegen haben, denn dann sind viele Vitamine futsch. Wenn Sie Äpfel zuhause lagern, dann bitte nicht mit anderem Obst zusammen: Äpfel geben das Reifegas Ethylen ab - das lässt zum Beispiel Bananen schneller braun und unansehlich werden.

Der Apfel: Bestens für Diäten geeignet

Der Apfel ist ein toller Vitamin C-Träger, er hat darüber hinaus auch Kalium und Eisen, die Ballatsstoffe Pektin und Zellulose. Mit 59 kcal pro 100 Gramm Apfel ist er bestens für Diäten geeignet. In dieser Menge stecken 15 Gramm Kohlenhydrate und nur 0.4 Gramm Fett. Ein wertvoller und sehr seltener Inhaltsstoff ist Pottasche.

Äpfel regulieren den Darm

Wenn Sie zwei bis drei Äpfel statt einer Mahlzeit zu sich nehmen, dann haben Sie ein großes Sättigungsgefühl - und kaum Kalorien zu sich genommen. Ein Apfel am Abend sorgt für einen tiefen und ruhigen Schlaf, weil seine Wirkstoffe den Blutzucker gleichmäßig für die Nacht einteilen. An der Universität Wien wurde festgestellt, daß der Apfelquellstoff Pektin und die Pottasche im Apfel zu hohe Cholesterinwerte senken. Damit beugen Sie mit Äpfeln der Arteriosklerose und dem Herzinfarkt vor. Sie haben einen Alkoholkater - auf nüchternen Magen einen Apfel essen, schon geht es Ihnen besser. Äpfel regulieren eine defekte Darmflora wieder ein, sie schwemmen überschüssiges Kochsalz aus, das senkt den Blutdruck. Bei Magenproblemen hilft geriebener Apfel, der an der Luft oxidiert ist.

Zwei leckere Apfel-Rezepte

Bayerische Apfelkücherl

Zutaten für vier Personen:
Vier Äpfel, 150 Gramm Weizenvollmehl, 100 Milliliter Milch, zwei Eier, Salz, Zucker und Zimt, Butter- oder Schweineschmalz, Puderzucker.

Zubereitung:
Das Mehl langsam mit der Milch verrühren, Eier und Salz dazugeben, verquirlen und eine Viertelstunde ruhen lassen, vielleicht mit einem Schuß Mineralwasser lockerer machen. Die Äpfel entkernen, in fingerdicke Scheiben schneiden. Ausreichend Schmalz in einer Pfanne zum sieden bringen. Jeweils einen Apfelring durch den Teig ziehen, bis er völlig bedeckt ist, dann schnell ins heiße Fett legen und von beiden Seiten goldbraun backen. Das Fett abtropfen lassen, die Apfelringe mit Puderzucker bestreuen.

Apfel mit Schuß

Zutaten für vier Personen:
Vier Äpfel, 40 Milliliter Zitronensaft, 80 Milliliter Apfelsaft, zwei doppelte Cointreau, acht Würfel Eis.

Zubereitung:
Die Äpfel schälen und entkernen, in sehr kleine Würfel schneiden und pürieren. Das Apfelpüree mit dem Zitronensaft und dem Cointreau und den Eiswürfeln in einem Mixer etwa eine Minute schütteln. Den Drink mit den Eiswürfeln in Gläser füllen.

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