Übergewichtige Kinder

Dicke Kinder: Mama kocht nicht

Dicke Kinder: Mama kocht nicht
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Je früher Mütter wieder ins Berufsleben zurückkehren, desto öfter sind ihre Kinder übergewichtig. In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut 15 Prozent aller Kinder zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig. Warum das so ist,. was Kinder essen sollten.

Diese Erkenntnisse gewannen US-Forscher in einer Studie an 900 Schulkindern in den Klassen 3, 5 und 6. Die Begründung der Wissenschaftler von der University of Chicago: Vermutlich haben arbeitende Eltern weniger Zeit, um Nahrungsmittel zu kaufen und selbst zuzubereiten. Dadurch essen die Kinder sehr oft auswärts und sind auf vorgefertigte Mahlzeiten angewiesen. Die aber enthalten meiste mehr Kalorien und mehr Fett als selbst gekochtes Essen.

Nun können wir aber das Rad der Entwicklung nicht mehr zurück drehen und die Mütter wieder in die Küche stellen. Außerdem wird in sehr vielen Familien der Zuverdienst der Mutter einfach gebraucht. Deshalb sollten folgende Ratschläge berücksichtigt werden:

Das Allerwichtigste ist das Vorbild der Eltern. Wenn das Kind von klein auf lernt, dass man seinen Hunger nicht nur mit Pommes Frittes, mit Fast-Food oder dicken Wurst- und Käsebroten stillen kann, dann ist schon viel gewonnen.

Nicht die nahrhafte und kalorienreiche Nahrung ist wichtig für das Kind, sondern ein ausgewogener Mix aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Eiweiß.

Lassen Sie an den Wochenende, wenn viel Zeit da ist, das Kind mitkochen. Da können Sie ihm spielerisch beibringen, was gut schmeckt, was gesund - und wie man es macht.

Kinder essen gerne mit den Fingern. Nutzen Sie das aus und lassen Sie es Fingerfood knabbern: Paprikstreifen, Tomaten und Gurkenscheiben mit leichten Dipps, gegrillten Hähnchenschenkel, Streifen von Putenfleisch usw.

Kinder lieben Comic-Vorbilder:

  • Popeye wird durch Spinat stark
  • Bugs Bunny knabbert ständig Karotten
  • Bernd das Brot isst natürlich Brot

Für die Ernährung in der Schulpause gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Einkauf am Schulkiosk oder am Büdchen bedeutet: Fett, Zucker, Kalorien ohne Ende.
Oder das mitgebrachte Pausenbrot. Nehmen Sie Vollkornbrot, belegen Sie es mit Wut oder Käse (Magerstufe) oder Quark. Dazu Tomatenscheiben, Salatblätter oder Gurken.

  • Geben Sie Ihrem Kind eine Banane mit, einen geviertelten Apfel oder eine Birne.
  • Aus der eigenen Flasche trinken ist in: Füllen Sie die mit Apfelsaftschorle.
  • Legen Sie jeden Tag eine kleine Überraschung zum Pausenbrot: Ein paar Nüsse, , Dörrobst oder auch mal ein Stück Schokolade.
  • Essen ist kein Erziehungsmittel. Setzzen Sie es also weder als Bestrafung noch als Belobung ein.
  • Nehmen Sie das Kind mit zum Einkaufen. Da kann es lernen, was gesund ist und warum Sie es kaufen.

Die abwechslungsreiche Mischkost ist eine vollwertige Ernährung

Geben Sie Ihrem Kind eine Mischung aus tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, die Sie roh oder verarbeitet (gedünstet, gekocht, eher selten gebraten) auf den Tisch bringen. Diese Ernährung sollte zu

  • 50 bis 55% aus Kohlenhydraten (Getreide, Gemüse, Kartoffeln und Obst)
  • zu maximal 30% aus Fett, voriegend aus pflanzlichen Fetten und Ölen
  • zu 10 bis 15 % aus pflanzlichem und tierischem Eiweiss (Milch, Fleisch, Fisch, Getreide und Kartoffeln) bestehen. Wenn Sie diesen Mix schaffen, dann besteht kaum die Gefahr für Übergewicht bei Ihrem Kind.

Einseitige Ernährungsformen wie

  • Vegetarische Ernährung ohne Milch und Milchprodukte
  • Eine sehr gehaltvolle Kost mit viel Fleisch, Wurst oder Käse
  • Eine Ernährung mit viel Süßigkeiten und Feinmehlprodukten (Semmeln, Kuchen, Puddings usw.)

Die Mahlzeiten

Zwei Mahlzeiten am Tag, z.B. das Frühstück sowie Abend- oder Mittagessen, sind kalte Mahlzeiten. Hauptbestandteile sind Brot bzw. Getreideflocken (als Müsli) und Milch. Dazu kommt Rohkost aus Gemüse und/oder Obst, Margarine, Butter, magerer Käse, magere Wurstsorten runden in kleinen Mengen die Mahlzeit ab. Solche kalten Mahlzeiten sind wichtig für die Versorgung mit Eiweiß, Kalzium, Vitaminen sowie Balaststoffen.

Die warme Mahlzeit, z.B. das Mittag oder Abendessen, besteht hauptsächlich aus Kartoffeln, Naturreis oder Vollkornnudeln und Gemüse oder Salat. Dazu kommt an manchenTagen eine kleine Fleischbeilage oder Fisch. Eine solche Nahrung liefert besonders gut ausnutzbares Eisen und Zink aus Fleisch, Jod aus Fisch sowie Eiweiß und Vitamine. Bei berufstätigen Eltern empfiehlt sich da das Abendessen.