Dinkel: Nahrungs- und Heilmittel
In unserem Bewusstsein setzt sich - Gott sei Dank - immer stärker der Gedanke durch, daß wir mit unserer Ernährung auch unsere Gesundheit beeinflussen. Und zwar in einem entscheidenden Maße. Deshalb kommt auch eine Getreidesorte wie der Dinkel wieder zu großen Ehren. Vor zehn Jahren wußten nur noch einige Spezialisten, was Dinkel überhaupt ist, er wurde kaum noch angebaut. Inzwischen hat er sich einen Platz in der modernen Ernährung zurückerobert - obwohl er ein uraltes Lebensmittel ist, eine Getreidesorte, die schon vor Jahrtausenden kultiviert wurde. Im Dinkel mischen sich Ernährungs- und Heilkräfte in geradezu wunderbarer Weise. Wenn Dinkel unreif geerntet wird, also noch grün ist, dann wird er getrocknet und "Grünkern" genannt. So kennen wir ihn als Suppe. Dinkel wird gerne in der Vollwertküche eingesetzt, weil er eine bessere gesundheitliche Verträglichkeit hat als Weizen. Die große Heilerin des Mittelalters, Hildegard von Bingen, schrieb ihm 17 Heilkräfte zu. Pfarrer Kneipp entdeckte noch eine Möglichkeit, Dinkel zu verwenden: Er ließ ihn rösten und braute daraus einen Kaffe, der als "Muggefugg" bekannt wurde.
Dinkel: Sehr nahrhaft
Dinkel ist außerordentlich nahrhaft: 100 g enthalten 324 kcal. Er besteht zu 662% aus Kohlenhydraten, zu fast neun Prozent aus Ballaststoffen, hat 12% sehr wertvolles Eiweiß, knapp 3 Prozent Fett und oft mehr Mineralien und Vitamine als die besten Weizensorten. Sehr wichtig ist sein hoher Gehalt an Kieselsäure.
Dunkel: Kieselsäure für Haut und Haare
Die Heilkräfte des Dinkels sind mannigfaltig. Die Kieselsäure ist gut für die Haare und die Haut, er sättigt sehr schnell, seine Ballaststoffe helfen der Verdauung. Dinkel stärkt das Immunsystem, ist gut für Kreislauf und Herz. Wenn man seine Spelzen in ein Kopfkissen füllt, entspannt, das, lindert Kopfschmerzen und bringt einen guten Schlaf.
Zwei Rezepte mit Dinkel
Dinkel-Haferbrot
Zutaten für ein Brot:
200 g Hafer (Vollkorn, gemahlen), 300 g Dinkelmehl (Vollkorn, gemahlen), eine Prise Zucker, zwei TL Salz, ein TL gemahlenen Koriander, Trockenhefe für 500 g Mehl, drei EL Öl, ein halber Liter kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Wasser.Zubereitung:
Trockene Zutaten vermischen und mit dem Mineralwasser zusammengeben, die Würze und Hefe dazu geben, gut 6 min verrühren, das Öl reintropfen und weitere 3 min auf Höchststufe verrühren lassen. Die Masse in eine mit Backpapier ausgefüllte 24 cm Kastenbackform geben, mit einem nassen Esslöffelrücken den Teig glatt streichen und weitere 3 El Wasser oder mehr auf diesen Teig geben, sollte drauf stehen. Bei warmer Zimmertemperatur zugedeckt ruhen lassen, oder in den Backofen bei 50°C ca. 90 min bis sich der Tag gut gehoben hat. Bei 150°C Heißluft 70 min backen. Das gebackenen Brot von allen Seiten mit Bioöl einpinseln, halbwegs abkühlen lassen, anschneiden
Dinkel-Gugelhupf mit Pfirsichmus
Z
utaten für einen Gugelhupf:
150 g Fruchtzucker, 100 g Honig, 200 g gemuste Pfirsiche, 200 g Butter, vier Eier, 100 geriebene Mandeln, ein guter Schuß Rum, eine Packung Backpulver, ein halbes Pfund Dinkelmehl, eine Packung Vanillezucker.Zubereitung:
Butter mit Fruchtzucker, Honig, Vanillezucker und Rum sehr schaumig schlagen. Eidotter einzeln unterrühren. Dinkelmehl mit Backpulver und geriebenen Mandeln vermischen. Mit dem Pfirsichmus in den Dotterabtrieb rühren. Eiklar zu Schnee schlagen und unter den Teig heben. Eine Gugelhupfform fetten und mehlen, den Teig einfüllen und im vorgeheizten Backrohr bei 175° ca. 50 Minuten backen.
Gugelhupf auskühlen lassen, stürzen und mit geriebenen Mandeln und Pfirsichspalten verzieren.
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