Forelle: Diät für Feinschmecker
Ein wunderschöner flinker Räuber, der uns im Wasser durch seinen Anblick und auf dem Teller - ob gebraten oder blau - durch seinen Geschmack erfreut: Die Forelle. Wir unterscheiden zwischen der Bach- und der Seeforelle, wobei letztere wesentlich größer werden kann. Die Forelle hat ein festes weißes Fleisch, sie ernährt sich vorwiegend von Insekten, Schnecken und kleinen Fischen. Früher wurden Forellen ziemlich mühsam gefischt oder sogar geangelt, heute bekommen wir fast ausschließlich Zuchtforellen auf den Tisch, die vorwiegend in Fischteichen gehalten werden. Dann gibt es noch die so genannten "Lachsforellen", die aber mit dem Lach nichts zu tun haben. Deren Fleisch ist wegen der Ernährung rötlich, sie werden auch viel größer als Bachforellen. Ihr Fleisch ist fettreicher, im Geschmack sind sie nicht so fein. Forellengerichte sind ein wunderbar leichtes, gut bekömmliches und leicht verdauliches Essen. Forellen sollten auf keinen Fall länger als zwei Tage gelagert werden, sonst verlieren sie an Geschmack. Bitte im Dunklen lagern.
Forelle hat keine Kohlenhydrate
Die etwas fettreichere Lachsforelle hat 136 kcal pro 100 Gramm. In dieser Menge sind 7,2 g Fett enthalten, 17.6 Gramm Eiweiß. Das Forellenfleisch hat keine Kohlenhydrate, kein Cholesterin und keine Ballaststoffe. Wichtig ist ihr Kaliumgehalt und die Vitamine der B-Gruppe.
Forelle - einmal pro Woche
Forellenfleisch ist so fettarm, das es auch in Krankenhäusern als Diätessen angeboten wird. Sein Eiweiß wird vom menschlichen Körper besonders leicht angenommen, deshalb sollten vor allem ältere Menschen diesen Fisch ruhig einmal pro Woche essen. Da Forelle in keiner Weise belastend wirkt, ist sie wegen ihres Kaliumgehalts für Menschen mit Herzproblemen besonders zu empfehlen.
Zwei Forellen-Rezepte
Lachsforelle, selbst gebeizt
Zutaten für ca. acht Portionen:
Ein große, frische Lachsforelle, zwei TL Salz, ein TL, Zucker, ein halber TL grober, schwarzer Pfeffer, zwei Bund Dill.Zubereitung:
Die Forelle filetieren, aber die Haut dran lassen. Die Innenseiten des Fisches mit der Salz/Pfeffer/Zucker-Mischung bestreuen. Dill fein schneiden und auf eine der beiden Hälften geben. Zweite Hälfte draufgeben und stramm in Alufolie einwickeln. In ein längliches Gefäß legen und mit einem Brett und Gewichten beschweren. Ab in den Kühlschrank für drei Tage (jeden Tag wenden). Danach den größten Teil vom Dill entfernen und die Forelle in Streifen aufschneiden. Mit einer fertigen Senf-Dill-Soße (evtl. mit Honig) servieren.
Lachsforelle mit Gemüse
Zutaten für vier Personen:
200 g Wildreis, ein Bund Dill, vier Zwiebeln, eine Fenchelknolle, 70 g Butter, zwei Karotten, eine halbe mittelgroße Salatgurke, ein Becher Sahne , Salz, Pfeffer, Zitronen, eine große Lachsforelle.Zubereitung:
Den Reis in kochendem Salzwasser garen. Forelle unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen und trocken tupfen. Kopf, Schwanz und Flossen abschneiden. 3 Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Forelle und Zwiebelringe in kochendem Salzwasser bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten gar ziehen lassen.
Gemüse putzen, in feine Streifen schneiden. In kochendem Salzwasser 5 Minuten garen. Abtropfen lassen. Restliche Zwiebel schälen, fein würfeln, in 10 g Fett glasig dünsten, 125 ml Fischfond mit der Sahne zugießen, aufkochen. 50 g Butter würfeln, mit dem Schneidstab unterrühren. Dill hacken, auch unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Forelle herausnehmen, Haut vorsichtig abziehen. Restliches Fett erhitzen, das Gemüse darin schwenken. Forelle auf dem Gemüse anrichten, mit Zitronenscheiben garnieren. Reis und Soße extra reichen.
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