Grapefruit: Wirkstoff gegen Diabetes und Herzinfarkt

Grapefruit: Wirkstoff gegen Diabetes und Herzinfarkt
© isatori - Fotolia.com

Grapefruit ist gesund - keine grosse Neuigkeit. Jetzt aber haben Forscher entdeckt, dass ein Inhaltsstoff der Grapefruit (und auch von anderen Zitrusfrüchten) die bösen Blutfettwerte entscheidend reduzieren kann. Was das ist, wie es wirkt.

In der reifen Grapefruit und auch in anderen Zitrusfrüchten (aber dort nicht in einem so hohen Mass) steckt der Bitterstoff Naringin. Eine jetzt veröffentlichte Studie hat nachgewiesen, dass dieser Bitterstoff die Insulinempfindlichkeit verbessert und die Blutfettwerte entscheidend reduzieren kann. Naringin ist in seiner Wirkung ähnlich wie vom Arzt verschriebene Diabetesmedikamente und Cholesterinsenker.

Das Narinigin der Grapefruit hat eine antioxidative Wirkung. Das bedeutet: Es schützt die Zellen vor aggressiven Sauerstoffmolekülen, den Freien Radikalen. Im Körper wird dieser Wirkstoff auch in Naringenin umgewandelt. In Tierversuchen wiesen Forscher der Universität in Jerusalem nach, dass dieser Wirkstoff den Abbau von Fett in der Leber ankurbelt - so, wie eine strenge Diät die Leber "entfetten" würde. Zugleich steigert er die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem blutzuckersenkenden Hormon Insulin.

Damit senkt dieser Wirkstoff aus der Grapefruit den gleichen Mechanismus in Gang wie verschiedene Stoffwechselmedikamente. Jetzt hoffen die Forscher, auf Basis des Grapefruitwirkstoffs Medikamente entwickeln zu können, die gegen Diabetes und das Metabolische Syndrom wirken.

Das Metabolische Syndrom

Das Metabolische Syndrom ist ein Zusammenwirken mehrerer gesundheitlichen Probleme, die letzten Endes dann zum Herzinfarkt führen könneen:

  • Bluthochdruck
  • Insulinresistenz
  • Erhöhter Blutzucker
  • Übergewicht
  • Abnorme Fettspeicherung (vor allem in der Bauchgegend)
  • Erhöhte Blutfette
  • Gefässerkrankung

Es macht also grossen Sinn, regelmässig frische Grapefruit in die Nahrung aufzunehmen.