Kartoffelsaft killt Sodbrennen
Was haben denn Kartoffeln mit moderner Ernährung zu tun? Sie machen dick, sie haben zu viel Stärke und Kohlenhydrate, sie schmecken auch nicht besonders - so das Vorurteil. Alles völlig falsch. Seit es in Europa Kartoffeln gibt, also seit etwas über 400 Jahren, sind sie zu einem Hauptnahrungsmittel geworden. Wenn es in früheren Jahrhunderten bei den Kartoffeln zu Missernten kam, dann bedeutete das für Millionen Menschen Hungersnot. Heute weiß die Wissenschaft, daß die Kartoffel ein wertvolles Gemüse voller Vitamine und Inhaltsstoffe ist, aus der modernen Ernährung nicht mehr wegzudenken. Inzwischen wurde für Abnahmewillige sogar eine "Kartoffel-Diät" entwickelt. Sie ist gesund, aber vor einer Zubereitungsart muß gewarnt werden: In Fett gebraten oder ausgebacken (Bratkartoffel pommes frittes) ist sie eine Kalorienbombe, weil Sie sich aufgrund Ihrer Struktur mit Fett vollsaugt. Auch Kartoffelchips sind schwer figurschädigend.
Das ist in der Kartoffel drin
Sie besteht zu 22% aus leichtverdaulicher Stärke, in 100 G Kartoffeln sind 1.5 Gramm Mineralien wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Natrium und Eisen. Dazu ist sie ein ganz wichtiger Vitaminträger. Vor allem die Vitamine C, B1 und B 2 findet man in nennenswerten Mengen. Die große Besonderheit: Im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln wird das Vitamin C der Kartoffel bei kurzfristigem Erhitzen nicht beschädigt oder zerstört, sondern es nimmt noch zu, weil es in der Kartoffel von einem besonderen Schutzstoff begleitet wird. Wenn Sie 300 Gramm Kartoffeln am tag essen, dann hat der Körper bereits 60% seines Kaliumbedarfs gedeckt. Kartoffeln haben einen hohen Ballaststoffanteil, helfen damit bei Darmträgheit.
Da hilft Dr. Kartoffel
Bei Magenproblemen und chronischem Sodbrennen hilft sehr oft eine Kur mit dem Saft von rohen Kartoffeln. Heiße zerstampfte Kartoffeln eignen sich hervorragend als Wickel bei Entzündungen, Halsweh, Bronchitis. Sie sorgen für einen gesunden Ausgleich im Basen-Säure-Haushalt unseres Körpers. Der hohe Kaliumanteil ist gut bei Herz- und Kreislaufproblemen. Ihre Kohlenhydrate bringen Energie. Kartoffeln enthalten das Alkaloid Solanin, das wirkt sich günstig auf den Darm aus. Vorzeitig geerntete und keimende Kartoffeln können gifitg sein.
Zwei leckere Kartoffelrezepte
Kartoffeln indisch
Zutaten für 4 Personen:
Anderthalb Kilo kleine Kartoffeln, vier Knoblauchzehen, zwei Zwiebeln, 30 Gramm frischen Ingwer am Stück, eine Messerspitze Cayennepfeffer, einen gehäuften Esslöffel Currypulver, fünf Esslöffel Olivenöl, 240 g Joghurt, 200 g Schlagsahne, ein TL gekörnte Brühe, eine Handvoll Minze und/oder Petersilie, 400 ml Kokosmilch.Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kartoffeln schälen, große halbieren. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und klein hacken. Dann mit Cayennepfeffer und Currypulver in 2 EL heißem Öl anschwitzen. Die Kokosmilch angießen. Vom Herd nehmen, Joghurt und Sahne unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Brühe und Cayennepfeffer abschmecken. Die Kartoffeln dicht nebeneinander in eine mit dem restlichen Öl eingefettete Auflaufform legen. Die Kokosmischung darüber verteilen. Im Ofen bei 200°C etwa 60 Minuten schmoren, bis die Kartoffeln weich sind. Mit Minze und/oder Petersilie bestreut servieren.
Kartoffelpuffer mit Speck
Zutaten für 4 Personen:
10 bis 12 Kartoffeln, 1 bis 2 Esslöffel Mehl, 1/8 Liter Milch, 8 Esslöffel Öl, 100 bis 200 Gramm Speck. 3 mittelgroße Zwiebeln, Salz.Zubereitung:
Die rohen Kartoffeln schälen und reiben. Mehl und Salz dazugeben und vermischen. Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Masse löffelweise dazugeben, so daß sie flach auseinander läuft und braten. Speck und Zwiebelwürfel anbraten. Die fertigen Puffer damit belegen und im Backofen noch einmal kurz erwärmen.
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