Kirsche: Sehr gesund für Kinder
Man kann sie einfach vom Baum pflücken und aus der Hand essen, man kann sie kochen, zu Marmelade machen, konservieren, im Kuchen verbacken - oder sie zu einem herrlichen Schnaps brennen: Die Kirsche. Bereits in der Steinzeit wurde sie gesammelt und gegessen, als Kinder haben wir sie in Nachbars Garten geklaut. Sie ist rundum als modernes Lebensmittel verwendbar - und sie hat bedeutende Heilkräfte. Sogar ihr Kern wird angewendet: Die Kerne werden erhitzt, in einen Leinenbeutel gesteckt und bei Wärmetherapien eingesetzt. Kirschen haben zwischen Anfang Juni bis Ende Juli Saison, inzwischen kann man sie aber übers ganze Jahr bei uns kaufen. Man unterscheidet Süß- und Sauerkirschen, die Weichselkirsche ist eine Unterart der Sauerkirsche. Schon in der Antike verwendete der griechische Arzt Hippokrates Kirschen als Medizin gegen Epilepsie an. Später wurden sie gegen Gallenblasenerkrankungen und Nierensteine eingesetzt. Kirschen reifen nicht nach, sie müssen reif gepflückt und dann schnell gegessen werden. Im Kühlschrank sind sie etwa zwei Tage haltbar. Qualitativ gute Früchte sind prall und sie haben ein festes Fleisch. Zu viel Wasser nach dem Essen von Kirschen führt zu Blähungen und Bauchschmerzen. Der Grund: Das Pektin der Kirschen bindet sehr viel Wasser und quillt auf.
Die Kirsche enthält wichtige Pflanzenfarbstoffe
Kirschen haben viele Vitamine, vor allem Vitamin C, E und B 3. Sie hat auf 100 Gramm 63 kcal, ihre Mineralien Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Kieselsäure sind wichtig für Kinder. Vor allem aber haben Kirschen Pflanzenfarbstoffe, die Anthozyane. Und viel Molybdän.
Kirschen entlasten das Herz
Mit all ihren Inhaltsstoffen ist die Kirsche ein Wunder an Heilkraft. Die Pflanzenfarbstoffe bekämpfen Freie Radikale, schützen vor Arteriosklerose, Krebs und grauem Star. Zusätzlich lindern sie Entzündungen. Sie lindern Scherzen, 20 rote Sauerkirschen können eine Tablette Aspirin ersetzen. Reiner Kirschsaft wirkt gegen Fieber. Ihre Ballaststoffe regen die Verdauung an: Eine Handvoll Kirschen deckt fast den gesamten Bedarf an Vitamin C und regt die Verdauung an. Mit ihren antibakteriellen Substanzen und Enzymen schützen Kirschen die Zähne, bremsen Karies und Parodontitis. Kirschen entwässern, entlasten Herz und Kreislauf. Ihr Molybdän senkt den Harnsäurespiegel im Blut, das lindert Gicht- und Rheumaschmerzen. Und ihre Pflanzenfarbstoffe bauen das Bindegewebe auf, verhindern, daß die Haut welk und faltig wird.
Zwei sommerliche Kirschen-Rezepte
Kirsch- Auflauf
Zutaten für vier Personen:
Anderthalb Pfund Kirschen, drei Eier, 150 Gramm Mehl, 90 Gramm Zucker, ein Viertelliter Milch, eine Prise Salz.Zubereitung:
Das Mehl, Eier und Zucker verrühren, die Milch langsam dazugeben, Salz zufügen. Kirschen abtropfen lassen und unterrühren. Den Teig in eine gefettete Back- oder Auflaufform geben und ca. 35 Minuten bei 200 Grad backen.
Unter Umständen den Auflauf nach der Hälfte der Backzeit abdecken.
Kirschen-Gratin
Zutaten für vier Personen:
Vier, Eier, zwei Eigelb, ein Pfund Kirschen, ein halber Liter creme fraiche, ein Glas Vanillezucker, 75 Gramm Zucker, 50 Gramm Mandelblättchen.Zubereitung:
Creme fraiche, Zucker, Vanillezucker, Eier und Eigelb gut verrühren, Kirschen entkernen. Eine Gratinform ausbuttern und mit Mehl bestäuben. Die Creme fraiche-Masse einfüllen und die Kirschen darauf verteilen. Mit den Mandelblättchen bestreuen. Die Masse im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille eine knappe Stunde backen. Mit Puderzucker bestreuen, lauwarm servieren.
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