Wandern und Ernährung

Modern und gesund: Die richtige Ernährung beim Wandern

Modern und gesund: Die richtige Ernährung beim Wandern
© Klaus Eppele - Fotolia.com

Raus in die Natur, frische Luft, die Lungen beim Wandern so richtig durchpusten - das bringt Freude, das macht glücklich - und das macht hungrig. Gerade bei einer Dauerleistung wie es das Wandern ist, müssen Sie auf die richtige Ernährung achten. Brot, Speck und Touristenwurst sind out - wir ernähren uns modern und gesund mit Vollkorn, Eiweiss und Obst.

Ein Stunde schwungvoll wandern, das verbraucht bis zu 600 Kalorien. Prima, denken wir. Dann wandern wir mal vier Stunden durch - und schon sind an die 2 000 Kalorien weg und wir haben abgenommen. Das stimmt. Aber wir müssen auch essen. Wenn Energie verbraucht wird, dann muss auch Energie zugeführt werden. Das war früher simpel: Rucksack auf, Speck und Wurst raus, Brot dazu - fertig war die Laube. Manchmal war sogar ein Apfel dabei.

Heute sind wir schlauer. Wer sich bewegt , sich dabei wohlfühlen möchte und etwas für seine Gesundheit tun will, der muss ganz bestimmte Regeln beim Essen und Trinken beachten. Die Ernährung darf nicht nur gesund sein. Sie muss auch schmecken. Das gilt auch fürs Wandern. Die wichtigste Frage dabei ist: Was sollte man während der Wanderung essen und trinken, damit man möglichst lange fit bleibt?

Warten Sie auf keinen Fall, bis eine trockene Kehle grossen Durst signalisiert. Dann ist es eigentlich schon zu spät. Sie schwitzen beim Wandern in einer Stunde bis zu 3 Liter Flüssigkeit aus. Wenn Sie diese nicht nachliefern, kann es zu Schwindel, Erbrechen und Muskelkrämpfen kommen. Sie sollten am besten alle halbe Stunde einige Schlucke trinken. Gut geeignet ist stilles Mineralwasser, oder eine Apfelschorle. Schwarztee oder Kaffee sind eher nicht geeignet, vom Alkohol sollten Sie auf jeden Fall die Finger lassen. Bei langen Wanderungen sollten Sie Magnesium dabei haben.

Leicht verdaulich soll es sein

Essen sollte man während des Wanderns besonders leicht verdauliche Speisen: Bananen, Trockenfrüchte, Müsliriegel, Popcorn, einen Apfel, eine Scheibe Vollkornbrot, Joghurt, als konzentrierte Energie-Spritze ein kleines Stück Traubenzucker bei Erschöpfung. Ohne Bewegung würde das einen erhöhten Insulinausstoß verursachen. Das ist beim Wandern nicht der Fall.

Nach der Wanderung sind unsere Energievorräte fast aufgebraucht, wir haben einen mächtigen Hunger. Jetzt bloss nicht zu tierischem Fett in Speck, Wurst oder Käse greifen. Jetzt sind vorerst Kohlenhydrate wichtig: Zuerst leicht verdauliche wie Weißbrot, geschälter Reis, Teigwaren aus Weißmehl. Etwa nach 2 bis 3 Stunden ist es sinnvoller, Vollkornteigwaren und Naturreis einzusetzen. Da braucht der Körper Vollwert-Nahrung, um alle Kraftspeicher längerfristig aufzufüllen.

Wenn wir eine anstrengende Wanderung hinter uns haben, dann hat der Organismus viel Eiweiß verbraucht. Der muss ersetzt werden. Sehr gut dafür geeignet sind: Pellkartoffel, Dinkelgrießbrei, Haferflockensuppe, Milchreis, Quark, Joghurt, Reis mit Gemüse. Damit tankt man schnell verfügbare Kohlenhydrate und hochwertiges Eiweiß. Nach der Wanderung ist auch ein Müsli mit frischen Früchten von Vorteil.