Östrogene durch PET-Flaschen?

Östrogene durch PET-Flaschen?

Östrogene in unseren Mineralwässern? Festgestellt wurden diese Hormone tatsächlich - und Schuld daran sollen die PET-Flaschen aus Kunststoff sein. Oder stammen die hormonähnlichen Substanzen gar aus unserem Grundwasser? Dann wäre unser wichtigstes Lebensmittel verseucht. Was ist da los.

Mineralwasser enthält ungefähr so viele hormonähnliche Substanzen wie Abwässer aus Kläranlagen, erklärten Wissenschaftler der Uni Frankfurt. In Verdachte gerieten die PET-Flaschen. Die - so hieß es - könnten Wirkstoffe absondern, die ähnlich wirkten wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Es wurden 20 unterschiedlich verpackte Mineralwässer (Glas, PET und Tetrapack) untersucht. Dabei stellten Forscher vom Frankfurter Institut für aquatische Ökotoxikologie bei 12 der untersuchten Flaschen diese Stoffe fest - besonders häufig bei Wasser aus PET-Flaschen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellte dagegen fest: Es gibt keinen Grund, vom Kauf von Wasser in PET-Flaschen abzuraten.

Wir die hormonähnlichen Stoffe ins Mineralwasser kommen, dafür gibt es drei Möglichkeiten: Die Quellen, die Produktion und die Absonderung von Chemikalien aus den PET-Kunststoffflaschen. Das wird nun untersucht. Sollte sich dabei herausstellen, daß die strittigen Umwelthormone schon in oft viele Jahrtausende alten Grundwasserschichten stecken, dann wird die Thematik zu einem großen Problem.