Rinderfilet stärkt das Immunsystem
Es ist zweifellos das edelste Stück vom Rind, das bei uns in den Pfanne wandert oder auf dem Grill landet: Das Rinderfilet. Und es hat noch andere Namen: Wir kennen es auch als Filet, Lungenbraten (Österreich), Lendenbraten, Ochsenlende, Mürbebraten. Auf englisch/amerikanisch ist es das striploin steak, auf französisch das fielt de boef. Bei uns wird es ohne aufliegenden Fettanteil angeboten. Ein Rinderfiltes eignet sich am Besten zum Kurzbraten (rose bis rot), es durchzubraten ist Geschmackssache, denn da kann es hart werden und man bekommt zu hören: "Jetzt hast Du eine Schuhsohle daraus gemacht." Das Fleisch stammt von der inneren Lebendemuskulatur, wird von den Lendenwirbeln und dem Beckenknochen abgetrennt. Aus dem dicken Mittelstück wird das "Chateaubriand" zubereitet. Aus den Filetspitzen macht man Geschnetzeltes wie z. B. Boef Stroganoff. Ein Rinderfilt ist ein festlicher Braten. Eingeschweißt vom Metzger kann man es ca. eine Woche im Kühlschrank lagern, sonst sollte man es nach zwei Tagen essen. Tiefgefroren ist es mehrere Monate haltbar, ohne an Qualität zu verlieren.
Rinderfilet ist extrem fettarm
Gut geschnittenes Rinderfilet ist extrem fettfrei (kommt auf die Marmorierung an) und hat nur zwischen drei und sieben Prozent Fett. Dafür aber haben 100 g Rinderfilet 21 g sehr hochwertiges Eiweiß. Damit bringt Ihnen das Eiweiß mehr Energie als das Fett. Insgesamt haben 100 g Filet ganze 195 kcal, dafür viel Magnesium und auch noch mehr Cholesterin. Aber leider auch 150 Milligramm Purine.
Rinderfilet hat viel Zink
Rinderfilet galt viele Jahre lang als ideales Essen für Sportler und Menschen mit hoher Stressbelastung. Das ist richtig, den sein niedriger Fettgehalt und das außerordentlich wertvolle Eiweiß machen es aus gesundheitlicher Sicht zum "König" unter den verschiedenen Fleischsorten. Hinzu kommt, daß es einen hohen Zinkanteil hat, viel mehr als Schwein, Lamm, Puter oder Huhn. Damit wird das Immunsystem gestützt. Dazu kommt die Stärkung durch den Wirkstoff Histidin, der zusammen mit dem Zink positiv wirkt. Zusätzlich enthält Rinderfilet auch Eisen und das Vitamin B 12, beide sind wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport zu Zellen und Muskeln. Dieses Fleisch enthält aber auch Purine, die fördern (im Übermaß genossen) die Gicht.
Zwei Rezepte für Rinderfilet
Rinderfilet mit Sprossengemüse
Zutaten für vier Personen:
Vier Rinderfilets a 100 Gramm, zwei rote Paprikaschoten, drei Zentimeter Ingwerwurzel, sechs Frühlingszwiebeln, zwei Chilischoten, vier EL Sojaöl, 300 g gemischte Sprossen, ein Achtelliter Gemüsebrühe, zwei EL Sojaspße, Kräutersalz, zwei Zwiebeln.Zubereitung:
Die Filets und den Ingwer in feine Streifen schneiden. Die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden. Die Paprika waschen, entkernen und klein würfeln. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Die Chilischote waschen, entkernen und in feine Ringe schneiden. Das Öl im Wok erhitzen. Das Fleisch darin unter Wenden portionsweise anbraten. Ingwer, Chili und Zwiebel hinzufügen und mitdünsten. Alles mit Kräutersalz würzen. Sprossen und Paprikawürfel zum Fleisch geben. Die Brühe angießen und alles bei offenem Deckel etwa 5 Minuten schmoren lassen. Die Frühlingszwiebeln 2 Minuten vor Ende der Garzeit hinzufügen. Das Gericht mit Sojasauce und Salz abschmecken.
Rinderfilet mit Pfifferlingen
Zutaten für vier Personen:
Vier Rinderfilets,400 g milden dünn geschnittenen Kochschinken, zwei Stangen Lauch, zwei Zwiebeln, ein Glas Pfifferlinge, ein halber Liter süße Sahne, vier EL geriebenen Käse, ein kräftiger Schuß Sherry.Zubereitung
Filets in der Pfanne mit etwas Butter und Öl anbraten, dann in eine Auflaufform geben. Etwas Öl nachgeben und darin die Zwiebeln, den dünn geschnittenen Lauch und den Schinken (bei geschlossenem Deckel) ca. 10 Minuten anschwitzen. Die Pfifferlinge dazugeben und noch ca. 5 Minuten weiterdünsten. Sahne und Sherry zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße über die Filets in die Auflaufform gießen und den Käse darüber streuen. Im Ofen bei ca. 250°C ca. 20 Minuten backen.
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