Rote Bete gegen Blutarmut
Sie schmeckt ein bißchen erdig, führte viele Jahre lang ein Dornröschen-Dasein, und kommt erst jetzt langsam wieder zu Ehren: Die Rote Bete. Als Nahrungsmittel steht sie schon seit Jahrtausenden auf unserem mitteleuroäischen Speiseplan - als Heilmittel ebenfalls. Der griechische Arzt Dioskorides verordnete bereits im 1. Jahrhundert vor Christus in Essig eingelegte Rote Bete bei Infektionen und Hautentzündungen. Heute weiß man: Rote Bete hilft tatsächlich. Sie stärkt das Immunsystem, aktiviert den Zellstofwechsel und hat bei Infektionen und Hautentzündeungen eine antibakterielle Wirkung. Mit Rote Bete essen Sie Gesundheit.
Rote Bete ist Gesundheit
Sie hat einen sehr hohen Anteil an stickstoffhaltigen Betazyanen, das gibt ihr die kräftige dunkelrote Farbe. Das sind Flavanoide, die für alle wichtigen biologischen und physiologischen Funktionen unseres Körpers wichtig sind. Darüber hinaus hat sie Eisen, und die wichtigsten Vitamine der B-Gruppe: Nämlich B 12 und Folsäure (lebenswichtig für Schwangere). Rote Bete ist fast das ganze Jahr über verfügbar und eine unserer wichtigsten und gesündesten Gemüsesorten.
Das bewirkt Rote Bete
- Einer der folgenschwersten Vorgänge in unserem Körper ist die Zerstörung von Vitamin C durch Sauerstoffmoleküle - die so genannten Freien Radikale. Diese Zerstörung wird durch die Flavanoide der Roten gebremst, teilweise sogar verhindert.
- Ihre Flavanoide verbessern aber auch die Zellfunktionen und den Schadstoffwechsel. Ganz wichtig sind sie bei Verhinderung giftiger Wirkungen von Blei, Arsen, Antibiotika und Giften die Bakterien ausscheiden. Rote Bete kann große Mengen von schädlichen Wasserstoffatomen aufnehmen oder neutralisieren. Dank dieser Eigenschaft können geschädigte Zellen "repariert" und wieder in Funktion gesetzt werden.
- Wegen ihres Reichtums an B-Vitaminen sorgt sie dafür, daß ihr Eisen gut vom Körper aufgenommen wird - das hilft bei Blutarmut.
- Seit einigen Jahren erforscht die Medizinwissenschaft die krebshemmende Wirkung der Roten Bete bei Tumorerkrankungen. Inzwischen wird diese Wirkung von Ärzten bestätigt.
- Zur Entgiftung und zur Infektionsabwehr wird die Kraft der Roten Bete auch in Form einer Kur eingesetzt.
Wer Probleme mit dem Geschmack von Rote Bete hat oder sie nicht in großen Mengen essen will, der kann sie auch in Form von Granulat (Apotheke, Reformhaus) zu sich nehmen.
Zwei gesunde Rezepte mit Rote Bete
Rote Bete als Salat:
Die Rote Bete schälen und in ganz kleine Würfel schneiden. Einen Apfel
entkernen und ebenfalls ganz klein würfeln. Alles mischen, mit Salz, Pfeffer, Essig und Olivenöl würzen und einen Klacks saure Sahne dazu geben. Einen Teelöffel geriebenen Meerrettich, eine halbe sehr klein geschnittene Zwiebel dazu geben.
Zum Schluß drei bis vier kleingehackte Nüsse darüber geben.
Rote Bete als Suppe
Sie brauchen für 4 Personen: 500 g Rote Bete, anderthalb Liter Wasser, einen Schuß Apfelessig, eine Priese Zucker, 50 g dunkles Roggenmehl, zwei bis drei gekochte Kartoffeln, zerstampft und 100 g gewürfeltes und ausgelassenen Speck.
Die Rote Bete sorgfältig waschen und am Vortag gar kochen. Am nächsten Tag abziehen und sehr klein würfeln. Zusammen mit Wasser, Salz, Zucker und Essig die mit Roggenmehl gebundene Suppe kochen. Die gestampften Kartoffeln mit den Speckwürfeln mischen und in die Suppe geben. Kochzeit ca. eine halbe Stunde. Pro Person ca. 200 kcal.
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