Salbei vernichtet Erkältungsbakterien

Salbei vernichtet Erkältungsbakterien
© Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia.com

Da weiß man einfach nicht ganz genau: "Ist das nun ein Lebens- oder ein Heilmittel". Die Rede ist von Salbei - und er ist beides. Als Kinder mussten wir damit gurgeln wenn der Hals weh tat, jetrzt kennen wir ih n eher als Gewürzkraut für Gebratenes, vor allem aus der italienischen Küche. Und da schmeckt Salbei schon sehr, sehr gut. Aber er ist schon ei n ganz außergewöhnliches Kraut, das schon seit Jahrhunderten sowohl von der Klostermedizin als auch von der Klosterküche verwendet wurde. Die Mönche und Nonnen wussten halt immer schon, was gut und gesund war. Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum, ist aber schon vor über 2 000 Jahren mit den Römern über die Alpen zu uns gekommen und gedeiht auch hier ganz prächtig.

Das Salbei so vielseitig eingesetzt werden kann ist nicht verwunderlich. Beim Salbei sind vor allem seine ätherischen Öle und deren Wirkung von Bedeutung. An Vitaminen bietet er vor allem Vitamin B 3 und Vitamin E in größeren Mengen an. Mit 173 Milligramm pro 100 Gramm ist er reich an Kalium und mit 266 Milligramm auch an Calcium. Er enthält viel Eisen und viel Mangan, so gut wie keine Kohlenhydrate und geringe Mengen Fruchtzucker. Die ätherischen Öle Thujon, Cineol und Kampfer werden ergänzt durch Gerbstoffe, Flavonoide und Steroide.

Salbei hilft vor allem bei allen Erkrankungen der Atemwege, er vernichtet Viren, Bakterien und Pilze im Mund-Rachenraum und wirkt als Tee auch krampflösend. Als Zugabe zu fettem Essen wirkt er sich durch seine Bitterstoffe positiv auf den Gallenfluß und die Verdauung auf. So komisch es klingt: Das Trinken von Salbeitee und Waschungen mit einem Salbeisud helfen gegen starkes Schwitzen und Schweißfüße. Durch seine antibakterielle Wirkung hilft er bei der Heilung von Entzündungen im Rachen, Mund und am Zahnfleisch. In der Küche ist er wichtig für die Nahrungsmittel Schwein, Lamm, Aal, Leber und Gänsebraten. Aber auch zu Bratkartoffeln, Hackbraten und zu Salatsoßen.

Zwei Rezepte mit Salbei

Hühnerfiletstreifen im Räucherspeck-Salbei-Mantel auf Weinsoße

Zutaten für 4 Personen:
500 g Hühnerfilet, Salz, Pfeffer, frische Salbeiblätter, 80 g Hamburgerspeck (dünn aufgeschnitten), ein Esslöffel Sonnenblumenöl, 0,2 Liter Hühnerbrühe, 1/8 Liter Vermouth dry, 60 g QuimiQ.

Zubereitung:
Jedes Filet der Länge nach in 3 bis 4 Streifen schneiden, würzen, mit 1 bis 2 Salbeiblättern belegen, mit zwei Speckstreifen umwickeln. Filetstreifen braten, mit dem Wermut ablöschen, mit der Brühe aufgießen und dünsten. Filetstreifen herausnehmen, mit Folie abdecken und warm stellen (im Rohr bei ca. 100 Grad). QuimiQ in Saft einrühren, abschmecken, Hühnerfiletstreifen auf Soßenspiegel
anrichten.

Breite grüne Nudeln mit Schafskäse und Salbei

Zutaten für 4 Personen:
250 Gramm grüne Bandnudeln, eine Messerspitze Salz, 200 Gramm halbfetten Schafskäse, ein Esslöffel Butter, zehn Blatt Salbei.

Zubereitung:
Die Nudeln kochen, dem Wasser Salz beigeben. Die Salbeiblätter zerkleinern und in der Butter anschwitzen. Die fertigen Nudeln dazugeben und mit dem zerbröselten Käse bestreuen. Diesen leicht schmelzen lassen - servieren.

Ernährungsampel Grün