Parboiled Langkornreis

Verseuchter Reis: Arsen und Mineralöl festgestellt

Verseuchter Reis: Arsen und Mineralöl  festgestellt
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Mineralöl und Arsen im Reis! Wieder ein Testergebnis von "ÖKOTEST" das uns erschrecken lässt. Ausgerechnet im sogenannten "Parboiled Langkornreis" wurden diese hochgiftigen und krebserregenden Substanzen festgestellt. Dieser Reis gehört mit zu den beliebtesten Beilagen auf deutschen Tellern. Beim Test der 20 gebräuchlichsten Marken fielen 5 total durch, die meisten waren nur befriedigend oder gerade mal ausreichend.

Reis wird bei uns immer beliebter. Er ist gesund, wirkt entwässern und nicht belastend. Manche Reissorten kommen naturbelassen in den Handel, die meisten aber werden mit heissem Wasser vorbehandelt und gelangen als "Parboiled Reis" in die Lebensmittelläden. Und gerade bei vielen diesen Reissorten wurden die giftigen Schadstoffe Arsen und Mineralöl festgestellt.

Arsen ist ein krebserregender Stoff, das Spurenelement ist vor allem durch seine giftige Wirkung bekannt. Es gilt als das klassische "Mordgift". Wie „Ökotest“ berichtet, enthielten die getesteten Packungen zwischen 49 und 139 Mikrogramm Arsen je Kilogramm Reis. Ein Mikrogramm entspricht einem Millionstel Gramm. Lediglich eine der getesteten Reissorten, „Uncle Ben’s Spitzen-Langkorn-Reis, 10 Minuten“, sei nahezu unbelastet gewesen. In China gilt als Obergrenze für den Arsengehalt im Reis: 150 Mikrogramm je Kilo Reis.

So kommt das hochgiftige Halbmetall in den Reis: Reis nimmt Arsen aus damit verseuchten Böden sehr viel stärker und in größerem Umgang auf, als andere Pflanzen. Deshalb enthalten Sorten aus stark verseuchten Anbaugebieten auch höhere Giftmengen pro Reiskorn.

Der mit Arsen angereicherte Reis ist vor allem für Menschen bedenklich, die wegen einer Glutenunverträglichkeit (Weizen/Roggen) sehr häufig Reis oder Reisprodukte essen. Wenn man jedoch Reis in kochendem Wasser zubereitet, nimmt die Arsenbelastung ab.

Das in vielen Reissorten festgestellt Mineralöl kommt aus den Kartonverpackungen. In allen kartonverpackten Reissorten wurden Mineralöl-Bestandteile im Reis festgestellt. So kommt es zur Kontaminierrung: Flüchtige Bestandteile des Öls gelangen über Druckfarben zuerst in den Karton, von wo aus sie auf die Reiskörner übergehen können. Offenbar sind Kartonverpackungen aus Recycling-Papier besonders betroffen. Dem Test zufolge enthalten diese in der Regel noch mehr mineralölhaltige Druckfarbe als Verpackungen aus herkömmlicher Pappe.

In Plastik verpackter Reis war nicht mit Mineralöl verseucht. Aus Tierversuchen weiss man, dass diese flüchtigen Kohlenstoffe Schäden an Leber, Herz und den Lymphknoten hervorrufen. Auch hier gibt es keine konkreten Grenzwerte.