Weizen: Lecitihin fürs Hirn

Das frische Weißbrot, die knackige Semmel, der wunderbare Kuchen - ohne Weizen geht gar nichts. Weizen ist nach der Gerste die älteste von Menschen kultivierte Getreidesorte (vor etwa 7 bis 8 000 Jahren) - und er gehört unbedingt zur modernen Ernährung. In Deutschland werden jährlich etwa 21 Millionen Tonnen geerntet. Seine Verwendung in der Küche ist vielfältig, er dient als Beilage, er wird für Soßen genutzt, er wird als Frühstücksflocken genossen - irgendwann am Tag essen wir eigentlich alle ein Weizenprodukt. Weißbrot war früher das Brot der feinen Leute, kam bei der normalen Bevölkerung kaum auf den Tisch. Inzwischen ist das reinweiße Mehl in Verruf gekommen, weil es so gut wie keine Inhaltsstoffe (außer Koheknhydraten, Stärke) mehr hat. Dennoch ist es unverzichtbar für unsere Küche.

100 g Weizen haben 313 kcal, acht bis 17 g Eiweiß, etwa 3 g Fett, bis zu 78 g Kohlenhydrate, wovon etwa 13 g Ballaststoffe sind. Er hat viel Kalium, Phosphor, Calcium und auch Magnesium. Außerdem hat er Vitamin B 3 und B 6 Besonders wichtig ist auch sein Gehalt an Lecithin. Wegen seines Glutenanteils ist Weizen für Allergiker gefährlich.

Weizen ist ein schneller Energielieferant, sein hoher Eiweißanteil ist gut, wenn man auf Fleisch und Wurst verzichten will. Weil er weder Cholesterin noch Purine enthält, ist er herzfreundlich, verursacht auch keine Gicht. Seine Kohlenhydrate haben viel Stärke, regulieren so den Blutzuckerspiegel und seine Energie hält lange vor. Die in ihm enthaltenen Ligane sind gute Antioxidantien schützen Herz und Kreislauf.

Zwei Rezepte mit Weizen

Auberginen, mit Weizen gefüllt

Zutaten für vier Personen:
Zwei Zwiebeln, 20 g Butter, 150 g Weizenkörner, 200 g Schlagsahne, zwei große Auberginen, Salz, eine Prise Zimt, gemahlener Koriander, frischen Pfeffer, zwei EL Senf, ein Bund Lauchzwiebeln.

Zubereitung:
Die Weizenkörner über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abtropfenlassen und mit Zwiebelwürfeln in heißer Butter andünsten. Sahne zugießen und zugedeckt bei kleinster Hitze 20 min ausquellen lassen. Inzwischen jede Aubergine längs in fünf Scheiben schneiden. Salzen und 15 min stehenlassen. Weizen mit etwas Zimt, Koriander, Salz und Pfeffer würzen. Auberginen abspülen, trockentupfen und dünn mit Senf bestreichen. Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Unter den Weizen rühren. Weizen und die Auberginen abwechselnd schuppenförmig in eine ofenfeste Form schichten. In den Backofen schieben, Auf 200°C/Gas Stufe 3 schalten und etwa 45 Min. backen.

Auflauf mit Weizen und Schafskäse

Zutaten für vier Personen:
Eine große Zwiebel, 30 g Pflanzenmargarine, 300 g Weizen, 400 g Tomaten, 600 g Zucchini, ein dreiviertel Liter Gemüsebrühe, eine Dose Tomatenmark (70 g), ein EL Thymian, 250 g Schafskäse, Kräuteresalz, Pfeffer, ein Achtelliter Sahne, eine Prise Zucker.

Zubereitung:
Zwiebeln schaelen, wuerfeln, in der Margarine andünsten. Weizen dazugeben, kurz mit andünsten, alles eine Stunde garen. Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, Haut abziehen, dann vierteln. Zucchini waschen, Enden abschneiden und in Scheiben schneiden. Zucchini im erhitzten Fett fuenf Minuten dünsten. Tomaten, Tomatenmark und Gewuerze dazugeben, alles einmal aufkochen lassen. Gegarten Weizen daruntermengen. Eine Auflaufform fetten, Hälfte Weizen-Gemüse-Gemisch einfuellen, drei Viertel des in Scheiben geschnittenen Schafskäses daruebergeben, alles mit dem restlichen Weizen-Gemüse-Gemisch abdecken, restlichen Schafskäse obendrauf verteilen. Sahne darübergiessen und den Auflauf im Backofen (Gas-Herd: Stufe 4, E-Herd: 220?C) etwa 30 Minuten überbacken.

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