Wintergemüse aus unseren Landen: Frisch, gesund und vital

Wintergemüse aus unseren Landen: Frisch, gesund und vital
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Jetzt kommen die vitaminarmen Monate - wo wir gerade jetzt mehr Vitalstoffe brauchen als im Sommer. Da brauchen wir gar nicht zu ausländischem Gemüse greifen: Bei uns wächst hervorragende Wintergemüse, das uns vital hält. Was Sie jetzt essen sollen und warum.

Schwarzwurzel

Das ist ein ganz typisches Wintergemüse, das jetzt überall auf den Märkten angeboten wird. Seine Zubereitung ist wegen des Putzens ein bisschen mühsam, aber das lohnt sich. Sie sind preiswert und ein richtiges Lebenselixier.

  • Die Schwarzwurzel hat sehr viele Ballaststoffe, das fördert die Verdauung und reinigt den Darm.
  • Die Schwarzwurzel hat Vitamin B 1 in hohes Dosierung. Dieses Vitamin stärkt unsere Nerven und macht uns stark gegen den Winterstress (Feiertage).
  • Dieses Gemüse versorgt uns mit wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen. Zum Beispiel:
    • Magnesium für das Herz und den Kreislauf.
    • Kalium für die Verdauung, das Herz und die Versorgung der Muskeln.
    • Sie enthält Eisen für das Blut und für unsere Vitalität.
    • Kupfer für ein funktionierendes Gehirn
    • Mangan für unsere Leber

Wer in der kalten Jahreszeit regelmäßig Schwarzwurzeln in den Speiseplan einbaut, der kann damit eine Menge für die Gesundheit tun: Die Entgiftung der Leber wird gefördert. Die Bildung von roten Blutkörperchen wird aktiviert. Schwarzwurzeln bremsen das Eindringen von Umweltgiften in den Organismus. Vor allem kann die Aufnahme von Blei verhindert werden. Und: Wer Innereien isst, der sollte dazu Schwarzwurzeln geniessen, damit die Harnsäure schnell ausgeschieden wird. Außerdem bekämpfen Schwarzwurzeln Müdigkeit, geben neue Kraft.

Topanimbur

Dieses fast schon vergessene Wurzelgemüse erlebt zur Zeit eine Renaissance: Es wird immer beliebter. Es wird in Mitteleuropa (Süddeutschland) angebaut und kann in der gemüsearmen Winterszeit gegen verschiedene Gesundheitsproblem eingesetzt werden. Hilfreich ist vor allem bei Diabetes und bei Übergewicht. Der Grund dafür: Topanimbur liefert nur eine geringe Menge an Kohlenhydraten, die aber melden sehr schnell dem Gehirn: "Ich habe genug, ich bin satt." Dadurch wird das Hungergefühl schwächer, der Blutzucker-Spiegel bleibt unverändert.

Die Knolle des Topinambur hat ein wichtiges Kohlenhydrat, das Inulin. Das ist ein Ballaststoff, der nicht verwertet wird. Die großen Mengen quellen im Magen- Darmtrakt auf, es entsteht ein wunderbares Sättigungsgefühl - ohne dass Sie viel gegessen haben. Das Inulin hat auch prebiotische Eigenschaften: Es fördert die Darmflora und damit unsere Immunkraft. Von den positiven Darmbakterien wird das Inulin dann zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut. Das wieder fördert den Stuhlgang.

Wer abnehmen will , wer seinen Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen und wer seine Darmflora verbessern möchte, der sollte eine Kur mit Topinambur durchführen. Man bekommt im Reformhaus übrigens auch Topinambur-Sirup.

Rote Bete

Die sollten Sie unbedingt aus biologischen Anbau kaufen, damit sie möglichst nitratarm ist. Worauf Sie noch achten sollten: Kaufen Sie möglichst kleine Rüben: Sie sind zarter und haben bestimmt wenige Nitratgehalt.

Der wertvollste Bestandteil der Roten Bete ist der Farbstoff Betanin aus der Gruppe der Anthocyane. Dieser Inhaltsstoff wirkt antibakteriell, kann vor allem Krankheitserreger im Zusammenhang mit einer Erkältung bekämpfen: Das Betanin schaltet Bakterien und Viren aus und hilft beim Abtransport aus dem Körper. Auch die Leber wird durch Betanin gestärkt. Außerdem fördert es den Fettabbau.

Das ist in Rote Bete noch drin:

  • Viele Bioaktivstoffe.
  • Das Spurenelement Kupfer für eine bessere Konzentration und für gesunde Gelenke.
  • Chrom hilft beim Kampf gegen das Übergewicht, weil es Sättigung vortäuscht.
  • Zink und Selen stärken die Immunkraft.
  • Mangan dient zur Vorbeugung gegen Rheuma.
  • Sehr hoher Anteil von Vitamin B12 und Folsäure. Daher schützt die Rote Bete vor zu hohen Homocystein-Werten und damit vor frühzeitiger Arteriosklerose und damit auch vor Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.

Sehr beliebt und gesund ist der Rot Bete Saft. Wenn Sie sich vor einer Erkältung schützen wollen, dann sollten Sie zwei Wochen lang jeden Tag einen Viertelliter Rote Bete Saft trinken. Sie können aber auch täglich eine Portion Rote Bete-Salat essen. Übrigens: Wenn sich nach dem Essen von Roter Bete der Urin rot färbt, dann ist das ein positives Zeichen.

Ingwer

Der wächst zwar nicht bei uns, ist inzwischen aber überall zu erhalten. Vor allem jetzt im Winter hat diese asiatische Wurzel für uns eine grosse Bedeutung: Sie stärkt die Immunkraft und versorgt uns mit Wärme. Es gibt viele Rezepte mit Ingwer. Hier einige, die uns schnell mit Wärme versorgen:

  • Man legt 3 bis 4 dünne Ingwer-Scheiben in eine Teetasse, übergießt mit kochendem Wasser, läßt das Ganze zugedeckt 10 Minuten ziehen, durchseihen, etwas Zitronensaft einrühren und in kleinen Schlucken langsam konsumieren.
  • Man kann auch rasch neue Kräfte tanken, wenn man ein Stück einer geschälten Ingwer-Wurzel in etwas frisch gepressten Zitronensaft und etwas Honig taucht und dann einfach kaut.
  • Interessant sind die Inhaltsstoffe der Ingwerwurzel (22 ätherische Öle). Die wirken antibakteriell, beruhigend, harntreibend, antiviral, entzündungshemmend, antirheumatisch und schleimlösend.
  • Die Ingwer-Wurzel enthält aber auch pflanzliche Hormonstoffe, die unsere Zellen jung erhalten. Diese Phyto-Hormone kurbeln die Produktion unserer körpereigenen Hormone an, die uns vor frühzeitigem Altern schützen. Ingwer ist daher ein Jungmacher. Bluthochdruck-Patienten sollten allerdings sparsam mit der Ingwer-Wurzel umgehen.

Zusätzlich will ich zwei einheimische Wurzeln erwähnen, die wir in der Winterzeit unbedingt in den Speiseplan einbauen sollten: Die Möhren, die unsere Immunkraft, die Atemwege und die Sehkraft stärken, und dann die wieder entdeckte Pasternaken-Wurzel, die uns mit ihrem reichen Gehalten an Vitamin B 12 mit Energie und Vitalität versorgt.