Zwiebel: Kampf gegen Freie Radikale
Kaum zu glauben, aber wahr: Der Prokopf-Verbrauch an Zwiebeln ist in Deutschland fast so hoch wie der an Kartoffeln. Schon längst hat die Zwiebel einen festen Platz in der modernen Ernährung gefunden. Und es gibt kaum ein Gericht, zu dem sie nicht passen würde - von Süßspeisen mal abgesehen. Generell unterscheiden wir zwischen Sommer- und Winterzwiebeln. Erstere wird im Frühjahr gesät und August/September geerntet. Die festeren Sorten sind lagerfähig bis zum nächsten Frühjahr. Die Winterzwiebel - die sind saftiger und milder - werden im August gesät und können im nächsten Jahr ab Juni geerntet werden. Zwiebeln sind eine der ältesten Kulturpflanzen und wurden wahrscheinlich schon vor 5000 Jahren in den Steppen Zentralasiens angebaut (Afghanistan). Dass Zwiebeln nicht nur Speisen verfeinern sondern auch über starke Heilkräfte verfügen, das wußte man schon in der Antike. Inzwischen gibt es in der Naturheilkunde schon ganze Zwiebelkuren. Beim Genuß von Zwiebeln muß man zwei Probleme berücksichtigen: Erstens riecht man sehr stark nach Zwiebeln, zweitens leiden viele Menschen nach dem Genuß von Zwiebeln stark unter Blähungen.
Zwiebel: Reich an Kalium
Zwiebeln haben so gut wie keine Kalorien - nur 28 kcal in 100 Gramm. Sie haben kein Fett, bestehen zu 88% aus Wasser und haben nur 6 g Kohlenhydrate. Sie haben wesentliche Mengen an Kalium und Calcium und auch Vitamin C. An Mineralstoffen bietet sie Jod, Phosphor, Eisen und Selen. Ganz wichtig aber sind ihre schwefelhaltigen ätherischen Öle, die Phytonzide, die uns beim Schälen der Zwiebel weinen lassen. Erst vor wenigen Jahren wurde in den Zwiebeln der Pflanzenfarbstoff Quercetin entdeckt. Außerdem enthält sie Prostaglandin A.
Zwiebeln sind antibakteriell
Zwiebeln gehören zu den alten Hausmitteln der Naturheilkunde. Ihre Dämpfe helfen gegen Heiserkeit und Bronchitis, gegen Halsschmerzen und Husten. Sie behebt Schlafprobleme, sie ist antibakteriell und verhindert Pilzerkrankungen. Zwiebeln stärken das Herz und den Kreislauf, ihre ätherischen Öle kämpfen gegen Freie Radikale, stützen so das Immunsystem.
Zwei Rezepte mit Zwiebel
Zwiebelsuppe mit Ackersenf
Zutaten für vier Personen:
Fünf Esslöffel Öl, eine Prise Zucker, fünf Zwiebeln, 40 g Dinkelmehl, zwei Liter Wasser, Salz, Pfeffer, ein Spritzer Essig, Suppenwürze, 200 g Kartoffeln, ein Bund Ackersenf.Zubereitung:
Die blättrig geschnittenen Zwiebel mit einer Prise Zucker in Öl anrösten, mit Mehl bestäuben, aufgießen und verkochen lassen. Die Suppe pürieren, würzen und mit gekochten Kartoffelwürfeln und fein gehacktem Ackersenf servieren.
Reis mit Linsen und Zwiebeln
Zutaten für vier Personen:
160 g Vollreis, 200 g Linsen, dreiviertel Liter Wasser, zwei große Zwiebeln, zwei Knoblauchzehen, ein Esslöffel Maiskeimöl, Gemüseextrakt, Kräutersalz, eine große Zwiebel.Zubereitung:
Linsen über Nacht in Wasser einweichen, Vollreis sorgfältig waschen. Die kleingeschnittenen Zwiebeln und die Knoblauchzehen in Öl glasig dünsten, mit dem abgetropften Reis vermengen und so lange rösten, bis die Zwiebeln goldgelb sind. Das ganze mit Wasser aufgießen, die Linsen und den Gemüseextrakt zugeben und 25 Minuten lang kochen. Der Vollreis wird zum Schluss mit Kräutersalz abgeschmeckt und mit den gerösteten Zwiebelringen aus der dritten Zwiebel verziert.
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